Felix im Garten

Felix hat jetzt einen Schrebergarten. Hier berichtet er, was ihm dort passiert.

Es ist soweit: Mein eigener Garten – mit Blog

4 Kommentare

Heute ist es vollbracht, alle Unterschriften sind geleistet, Gebühren bezahlt – ich habe jetzt einen eigenen Garten. Garten, das ist ein Kleingarten in Mannheim, eigen, das ist gepachtet, wie es das Bundeskleingartengesetz so will. Ich verfüge nun über ca. 330 m² grünes Land, darauf eine kleine Laube nebst Schuppen. Den Garten unterteile ich in den „Vorgarten“, das ist ein Stück Ziergarten direkt vor der Laube, den Gemüsegarten, und eine Wiese, auf der noch ein schattenspendender Quittenbaum steht. Genauer werde ich den Garten demnächst noch vorstellen. Heute seien ein paar erste Eindrücke von meiner ersten Besichtigung am 7. Februar ausreichend.

Wiese vor dem Haus Gesamteindruck mit Haus Gemüsegarten

Lasst mich kurz berichten, wie ich an den Garten kam, vielleicht ist das nützlich für andere, die sich auch einen eigenen Garten wünschen:

Ich habe mir einen eigenen Garten gewünscht, und dafür gibt es in Deutschland eine eigene Einrichtung, den Kleingarten nach Bundeskleingartengesetz. Darin finden sich Regeln und Schutz für diese Gärten. Entscheidend ist auch, dass immer ein Verein die Gartenanlagen verwaltet. Und bei denen kann man sich bewerben, wenn man sich einen Garten wünscht. Manche Vereine haben schicke Homepages und sind ganz modern, bei anderen muss man die Termine für Sprechstunden am Schwarzen Brett direkt in der Anlage ablesen. In diesem Fall lohnt sich ein kleiner Spaziergang über die Anlage, dann kann man sich schonmal Gedanken machen, ob das zu einem passt.

Ich habe mich also beim Verein persönlich vorgestellt. Dabei ging es nicht um mein gärtnerisches Vorwissen, das interessierte keinen, nur wollte man mich kurz kennen lernen und sicherstellen, dass ich weiß, dass Kosten auf mich zukommen werden. Ich hatte das Glück, das gerade jemand seinen Garten abgeben wollte, und so wurde der Kontakt zum Vorbesitzer hergestellt und wir vereinbarten einen Termin für die Besichtigung. Da mir der Garten gefiel, mussten wir dann noch über den Abstand/den Preis verhandeln. Dazu der Hintergrund: Zum Schutz gegen Spekulation und Wucher werden Kleingärten bei Pachtwechsel offiziell geschätzt. Dabei geht die Laube in den Wert ein, die Bepflanzung des Gartens und der Zustand insgesamt. Für diese Schätzungen gibt es Vorgaben, und die sind immer recht niedrig im Vergleich zu dem, was der Vorbesitzer mal investiert hat. Alles weitere, etwa Geräte, Küche, Einrichtung in der Laube, ist Verhandlungssache. Ich wurde mir mit dem Vorbesitzer einig, habe das an den Vorstand gemeldet, der hat seine Zustimmung gegeben und nun haben wir die entsprechenden Papiere unterzeichnet.

Ich muss Mitglied im Verein werden und die Umschreibegebühren bezahlen, der Vorbesitzer bezahlt die Schätzung des Gartens. Das ist überall ein bisschen anders geregelt, andere Vereine verzichten vielleicht auf Umschreibegebühren, nehmen dafür aber Aufnahmegebühren… Wenn wir gerade beim Geld sind: Beiträge an den Verein sind nicht gigantisch hoch. Es fällt jährliche Pacht an, die ist durch das Bundeskleingartengesetz gedeckelt und daher sehr niedrig, es fallen Kosten für Wasser und ggf. Strom an (Strom gibt es bei mir im Garten nicht…), dazu auf Wunsch die Kosten der Versicherung für den Garten/die Laube. Insgesamt für ein Jahr nicht mehr als eine Monatsmiete für meine Wohnung, oder wie andere rechnen, eine Woche Urlaub auf den Kanaren. Ein größerer Posten ist natürlich der Abstand an den Vorbesitzer, das ist sehr individuell nach Ausstattung des Gartens. Nicht vergessen sollte man, dass der Unterhalt im Garten auch ein wenig Geld kostet, hier mal ein neuer Spaten, Saatgut, Gartenstühle, vielleicht irgendwann das Dach neu abdichten. Das lässt sich aber ganz gut planen und je nach den eigenen Ansprüchen kann man sich für teurere oder günstigere Lösungen entscheiden. Soweit zum Ablauf einer Gartenübernahme.

Eine Freundin hat mich angestiftet, doch auch einen Blog zum Garten zu schreiben. Voilà, hier ist er. Ich hoffe, es gelingt mir, halbwegs regelmäßig zu berichten und vielleicht auch nützliche Hinweise zu geben.

Beim nächsten Mal schauen wir uns den Garten genauer an.

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4 Kommentare zu “Es ist soweit: Mein eigener Garten – mit Blog

  1. so so ein quittenbaum….als ich würde ja gleich mal sagen: quittenbaum raus (weil wozu braucht man quitten außer für quittengelee?) und nen ordentlichen obstaum hin 😉
    und bzgl des stroms kannst du dir ja so einen kleinen solarstromgenerator holen. kA wieviel strom da wirklich bei rumkommt, aber in der Theorie klingt es immer ganz praktisch und überzeugend.

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    • Der Quittenbaum ist der Baum auf dem ersten Bild mitten auf der Wiese. Also immerhin ein Schattenspender für den Sommer. Und außerdem nicht so superschnell ersetzt. Aber ganz ehrlich, Quitte ist auch nicht so mein Liebling. Mal sehen, was ich damit mache.
      An eine Solaranlage habe ich auch schon gedacht, aber die Kosten sind nicht ganz unerheblich. Und wozu brauche ich wirklich Strom? Höchstens ab und an für Werkzeug. Oder mal eine Lampe. Das wird sich in diesem Jahr zeigen, wie dringend das ist.

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      • Ich dachte eher an so eine kleine tragbare Solaranlage, aber ich habe gerade mal geguckt, die sind meist darauf ausgerichtet, dass man Laptops und Handys anschließt und nicht für das Gerät, an was ich zuerst gedacht habe: einen Wasserkocher

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  2. we have a solar lantern in a Consol glass jar. Perfect to tide us over when we have loadshedding.

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