Felix im Garten

Felix hat jetzt einen Schrebergarten. Hier berichtet er, was ihm dort passiert.

Planung im Gemüsebeet

Ein Kommentar

Featured Image -- 97This post is part of my Blogging U – Writing 101 assignments.

Es ist gar nicht so leicht, einen Garten zu planen. So viele Dinge spielen eine Rolle: Was ist schon da? Was hätte ich gern? Welche natürlichen Gegebenheiten gibt es, z.B. Sonnenschein und Geländeprofil? Wie viel Aufwand kann ich betreiben? Was gefällt mir eigentlich? Wie will ich den Garten nutzen, was ist praktisch? Will ich einen bestimmten Stil pflegen? Was soll das alles kosten?

Im Gemüsegarten ist es vielleicht ein bisschen einfacher. Immerhin sind viele Gemüse einjährig, ich kann mich also jedes Jahr neu probieren. Viele Gemüse kann man selbst aus Samen ziehen, das ist zum einen viel spannender als fertig gekauft, und zudem viel günstiger. Also nichts wie ran! Ein bisschen Planung muss trotzdem sein, deshalb möchte ich euch ein paar Gedanken mit auf den Weg geben, die ich für die Planung in diesem Jahr angestellt habe.

Womit kenne ich mich schon aus und was hat sich bewährt? Natürlich lohnt es sich, mit Bewährtem anzufangen, denn ein paar sichere Erfolge trösten auch mal über ein gescheitertes Experiment hinweg. Radieschen und Möhren sind bei mir solche Klassiker, ebenso wie Zwiebeln aus Steckzwiebeln (mit Aussaat hatte ich bislang wenig Glück) und auch Bohnen, Kürbis, Salat und Feldsalat. Die kommen dieses Jahr alle aufs Beet, ganz klar.

Stellt sich die nächste Frage: Wie viel darf es denn sein? Radieschen sind mit einem Happen im Mund, kein Problem. Bei den Bohnen stellen sich aber sofort Erinnerungen ein an Phasen im Garten, in denen es jeden Tag Bohnenpfanne geben musste, weil sie einfach gegessen werden mussten. Also kurz mal überschlagen, was man bewältigen kann. Einkochen oder einfrieren sind auch eine Möglichkeit, aber auch das kostet Zeit mitten im Sommer, wenn genug zu tun ist… Eine Lösung für mein Bohnen-Problem: Ich säe zwei mal im Abstand einiger Wochen. So habe ich länger Bohnen, aber keine Schwemme.

Womit willst du mal experimentieren? Nur Mut! Ich habe mir dieses Jahr Pastinaken ausgesucht. Die sind so ähnlich wie Möhren, sollte also kein Problem sein. Die Mexikanische Mini-Gurke wurde mir anempfohlen. Mit der kenne ich mich noch gar nicht aus, sie bekommt eine Chance. Meine Erfahrungen mit Spinat sind so gemischt, vielleicht wird es dieses Jahr besser. Ich probiere so viel aus, ich muss nicht traurig sein, wenn mal was nicht wächst wie erwartet. Immerhin sind wir Gärtner der Natur ausgeliefert, Boden und Wetter spielen eine wichtige Rolle, die wir nur bedingt beeinflussen können.

Was wohin? Wer mit wem? Im Moment habe ich eher schmale Beete, da habe ich wie folgt geplant: Eine große platzfordernde ‚Hauptkultur‘, z.B. die Tomaten pro Beet, und daneben, was eben noch passt und sich gut ergänzt. Oder was zeitlich passt. Mein Spinat wird längst gegessen sein, bevor die Gurke den Platz einfordert. Wenn der Salat abgeerntet ist, ist noch reichlich Zeit zur Aussaat von Endivien und Fenchel. So kann ich das Beet mehrfach nutzen – mehr Ernte für mich und gleichzeitig ist der Boden stets bedeckt. Das ist gut für die Bodenorganismen. Mein Tomatenbeet wird jetzt gerade vom Senf begrünt. Der wächst da nur, um den Boden zu bedecken und organische Masse zu bilden, die später meine Tomaten düngt. Das nennt sich Gründünger.

Damit ich meinen Plan nicht wieder vergesse, habe ich mir eine kleine Excel-Liste gemacht. Jede Zeile ist eine Reihe im Beet, jede Spalte ist eine Dekade. So kann ich planen, was wo wächst und wann das Beet wieder neu bestellt werden kann. Außerdem kann ich dann bei der nächsten Planung sehen, was sich bewährt hat und welches Gemüse vorerst aufgegeben wird zugunsten anderer Sorten, die ich mal ausprobieren will.

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Ein Kommentar zu “Planung im Gemüsebeet

  1. Das klingt richtig gut! Da bekommt man sofort Lust selbst was zu machen (hier leider nicht wirklich möglich :/) Und apropos Bohnenschwemme…wenn du dieses jahr auch wieder so viele Bohnen hast, dann lad doch einfach alle Freunde zur Bohnen-Pfannen-Party in den Garten ein 😉

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