Felix im Garten

Felix hat jetzt einen Schrebergarten. Hier berichtet er, was ihm dort passiert.


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Purple Passion

„Purple Passion“ ist der klangvolle Name einer Tulpen-Mischung, die ich im letzten Herbst für eines meiner Beete erstanden habe. Beschrieben wurde sie als eine Mischung von lila und weiß. Es sind 50 Tulpen, die ich an einem Beetrand gepflanzt habe.

Und so sehen sie aus, kurz vor der Vollblüte:

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Tulpen-Mix Purple Passion

Ich finde sie recht schön. Was mich ein wenig stört, snd die rein-weißen Tulpen. Die sind nämlich nicht rein-weiß, sondern eher creme-weiß oder gelblich angehaucht, wie auch immer man es nennen möchte. Ich denke, in der Mischung wäre es schöner gewesen, wenn sie genauso weiß wären wie die mehrfarbigen Tulpen.

Aber wir wollen mal nicht meckern. Purple Passion leuchtet in den Frühling.

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Wer Saatgut züchtet, steckt viel Arbeit, Zeit und Geld in die Entwicklung neuer Sorten. Die großen Züchter investieren Jahre und Millionenbeträge in die Entwicklung neuer Sorten. Meistens geht es um verbesserte Sorten für den Anbau im großen Maßstab – die Züchtung für den Hausgarten ist vergleichsweise wenig lukrativ.

Das Problem für den Saatgutzüchter: Ist das Saatgut beim Bauern, kann der einen Teil der Ernte zurückbehalten und als Saatgut im nächsten Jahr verwenden. Ein jahrhunderte-altes Recht, das Nachbau genannt wird. Und eine kommerzielle Einbuße für den Züchter. Unter anderem deshalb gibt es heute so viele F1-Hybriden. Bei denen lohnt sich der Nachbau nicht, weil die nächste Generation in ihren Eigenschaften extrem ungleichmäßig ist.

Nun gibt es anscheinend großen Streit: Die Süddeutsche Zeitung titelt „Saatgut-Inkasso fordert Millionen von deutschen Bauern.“

Der Kleingärtner ist Zaungast.


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Viel Arbeit im Frühlings-Garten

Heute sollten es 20°C werden. Am 2. April! Das schreit doch nach einem Tag im Garten. Es gibt ja auch genug zu tun. Es wurden dann keine 20°C, bis Mittag ließ sich die Sonne gar nicht blicken. Aber gut, ich habe trotzdem so einiges geschafft.

Das WC hat jetzt eine neue Wasserleitung. Die alte war an mehreren Stellen undicht und fing an zu lecken, sobald der Spülkasten vollgelaufen war. Das ist ja kein Zustand. Also habe ich eine neue Leitung verlegt, die hoffentlich eine Weile ihren Dienst tut.

Im Gemüsebeet geht es Schritt für Schritt voran. Einige Beete sind noch nicht bereit, in anderen grünt es schon (das Frühbeet überzeugt!). Mittlerweile sind auch die Erdbeeren versorgt (mit Kompost) und sie haben rote Steckzwiebeln als Begleitung bekommen.
Im Topf ausgesät habe ich heute Blumenkohl, Broccoli, Sellerie und Endivien. Letztere waren für mich bislang immer ein Gemüse für die zweite Jahreshälfte. Auf der Saatgutpackung stand aber, Aussaat ab März. Also versuche ich das gerne mal.
Im Beet ausgesät sind seit ca. einer Woche, ich hatte nicht extra darüber berichtet, Puffbohnen und Stielmus/Rübstiel.

Ich habe fleißig aufgeräumt, was die Wege rund um die Beete und zwischen den Beeten angeht. Da sammelt sich doch so einiges, das auf dem Komposthaufen besser aufgehoben ist.

Der Rasen bedarf auch seiner Pflege. Heute habe ich ihn geharkt, um alles Laub, alle Äste und sonstigen Unrat zu entfernen. Das gefährdet sonst auch meinen Rasenmäher. Ich habe mal eine Runde gedreht und ein paar Nicht-Rasen-Pflanzen entfernt. Nicht zu streng, aber einiges musste doch raus. Sie unterdrücken mir sonst das bisschen Rasen, das ich immerhin habe. Bald kann ich auch die erste Runde mit dem Rasenmäher drehen.
Bleibt es dann so warm, wie es jetzt gerade wird, kann ich auch wieder Rasen nachsäen und darauf hoffen, den Rasen etwas dichter zu bekommen.

In den nächsten Tagen muss noch einiges im Gemüsebeet getan werden. Auch das Haus kann eine kleine Runde Aufräumen vertragen. Und plötzlich ist die Saison eigentlich schon längst gestartet.


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Die Himbeeren sind da

Nun sind die Himbeeren bei mir im Garten „eingezogen“. Es sind sieben Pflanzen, sieben verschiedene Sorten. Vier Sommerhimbeeren und drei Herbsthimbeeren. Ich wollte einfach die Vielfalt ausprobieren. Und ein weiterer Aspekt der vielen Sorten: Ich erwarte Himbeeren ernten zu können von Mitte Juni bis in den September, bei frostfreiem Wetter sogar noch länger. Das ist doch eine famose Aussicht!

Die Sorten in der erwarteten Erntereihenfolge:

  • Meeker
  • Williamette
  • Sanibelle
  • Tulameen
  • Autumn First
  • Autumn Belle
  • Autumn Best

Für die Pflanzung habe ich einen Graben ausgehoben. Dort standen vorher Stauden, die mussten ohnehin raus, deshalb habe ich dann gleich einen Graben ausgehoben. Die Sohle des Grabens habe ich zusätzlich mit der Grabegabel gelockert. Der Boden wurde mit Kompost verbessert. Dann kamen die Himbeeren hinein, dabei den Wurzelballen ordentlich aufreißen. Die Wurzeln sollen sich schön ausbreiten, denn von dort kommen ja auch die neuen Ruten, die in den nächsten Jahren Früchte tragen.
Zwischen den Sommer- und den Herbshimbeeren ist eine größere Lücke, denn die muss ich auseinanderhalten können, auch wenn die Himbeeren sich noch etwas ausbreiten werden. Das ist wichtig, weil die Sorten unterschiedlich geschnitten werden. Allgemein wird empfohlen, Sommer- und Herbsthimbeeren nicht zusammen zu pflanzen, aber den Platz für eine getrennte Pflanzung hatte ich eben nicht. Ich denke, mit der Lücke wird es auch gehen.
Zum Abschluss wurden alle Pflanzen auf ca. zehn cm über dem Boden gekürzt. Dadurch wachsen sie besser an, schon bald werden sie das durch gesundes Wachstum ausgeglichen haben. Angießen, fertig.

Von den Herbsthimbeeren kann ich in diesem Jahr schon ernten, auf die Sommerhimbeeeren muss ich bs zum Sommer des nächsten Jahres warten. Dann beginnt das ganz große Himbeer-Naschen.


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In Mini-Schritten Richtung Frühling

Wenn die Sonne scheint, so wärmt sie das Gemüt des Gärtners. Wenn sie denn scheint. Auf zwei schöne Tage folgen drei trübe Tage. So gelingt es der Sonne auch noch nicht besonders gut, Luft und Boden zu erwärmen. Fast jede Nacht gab es bislang Bodenfrost. Der Frühling geriert sich härter als der Winter.

So geht es auch nur mit Tippelschritten in Richtung Frühling. Alles braucht noch eine Weile, ist langsam. Und doch, auch mit Mini-Schritten geht es unaufhaltsam in die richtige Richtung.

Im Frühbeet lassen sich mittlerweile die ersten Blättchen sehen. Spinat, Salat und Radieschen schauen mittlerweile zaghaift aus der Erde. Auf den freien Beeten ist noch nichts gekeimt.
Erste Erfolge gibt es auch bei den Kaltkeimern. Bartfaden und Alpen-Astern haben anscheinend genug Kälte abbekommen (und nun auch genug Wärme) und strecken die ersten Blätter über die Erde. Alle anderen Kaltkeimer lassen noch auf sich warten.

Das Wasser im Garten ist schon angeschlossen. Es scheint diesmal, anders als im letzten Jahr, beim ersten anlauf geklappt zu haben. Ich brauche es noch nicht unbedingt, denn es ist wenig zu gießen und Regenwasser ist noch da. Aber den teich habe ich mal wieder komplett aufgefüllt. Ist doch erstaunlich, was da an Wasser verdunstet, selbst wenn es nicht „warm“ in unserem Sinne ist.

Die Krokusse sind schon hinüber, Narzissen und Hyazinthen stehen in voller Pracht. Die Tulpen bereiten sich derweil noch auf ihren großen Moment vor. Immerhin, in jeder Ecke des Gartens gibt es jetzt schon ein bisschen Farbe. Auch die Taubnesseln blühen in apartem Rosa, die Mirabelle kleidet sich in zartes Weiß, die Forsythien wenig zurückhaltend in schreiendes Gelb.

Es geht voran, wenn auch in Mini-Schritten…

 


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Freilandsaison eröffnet

Gestern war es nun endlich soweit. Nachdem eine größere Saatgut-Bestellung endlich (!) bei mir ankam (nach drei Wochen…), da ich gestern mal wieder etwas freie Zeit für den Garten hatte und da es tatsächlich mal mehrere Stunden am Stück nicht geregnet hat (Yippieh!), wurde die Freilandsaison eröffnet. Ich also flugs in den Garten, die ersten Portionen Saatgut unterm Arm.
Das Beet für das Frühbeet war schon vorbereitet. Ein paar Unkräuter waren gekeimt, die habe ich dann vor der Aussaat meines Gemüses direkt schonmal entfernt. In das Frühbeet haben es geschafft: Schnittsalat Amerikanischer Brauner und Pflücksalat Eichblatt grün, Spinat, Rucola, Erbsen für die Salatproduktion, Möhren, Radieschen und Kohlrabi. Darüber der Folientunnel, voilà. Jetzt bin ich gespannt, wie gut das funktioniert. Das Wetter in diesen Tagen ist sicher nicht ideal, um dem Frühbeet einen Vorsprung zu verschaffen. Doch sobald mal einige Stunden die Sonne scheint, werden sich Luft und Erde unter dem Folientunnel stärker aufheizen als draußen und somit den jungen Pflanzen zum Wachstum verhelfen. Die ausgesäten Reihen sind etwas länger als der Folientunnel, also werde ich auch direkt vergleichen können, wie viel Vorsprung der Folientunnel wirklich bringt.

Rechts und links der Beete ist immer noch so viel zu tun, das erledigt sein will, bevor der Frühling sich tatsächlich meldet. Den ersten Kompost habe ich aufgelöst und gesiebt. Es kamen ungefähr 300l gesiebter Kompost heraus. Bin nicht sicher, ob das gut ist oder besser hätte laufen können. Der unverrottete Rest wurde neu gemischt und aufgesetzt. Ich denke, den werde ich dann doch zwei oder drei mal umsetzen im Frühling/Sommer. Das ist zwar einiges an zusätzlicher Arbeit, aber eine bessere Rotte sollte es mir wert sein. Beim Auflösen des Komposts waren einige trockene Stellen zu finden, insbesondere an den Rändern. Ein regelmäßiges Durchmischen (mit eventuellem Nachjustieren der Feuchte) hätte der Verrottung sicher gut getan.

Das Himbeerbeet ist nun immerhin von den Stauden befreit, die dort standen. Noch einige Minuten Arbeit mit dem Spaten, dann ist das Beet bereit für die Himbeeren. Ich hab mich nun auch endgültig entschieden, sowohl Sommer- als auch Herbsthimbeeren zu pflanzen. Mir ist viel mehr daran gelegen, über längere Zeit immer wieder Himbeeeren naschen zu können, als auf einen Schlag einen Berg zu haben, den ich dann verarbeiten müsste, um sie nicht vergehen zu lassen.

Beim Aufräumen der vertrockneten Stauden vom letzten Jahr habe ich der Fetthenne (Sedum spec.) nicht nur die alten Triebe entrissen, sondern versehentlich auch ein paar neue Triebe mit ausgerissen. Daraus machte ich eine Tugend: Die Triebe habe ich direkt in ein Erde-Sand-Gemisch gesteckt, da sollen sie jetzt Wurzeln bilden. Ich bin recht sicher, dass das klappt. In einigen Wochen habe ich dann mehrere Nachkömmlinge zum Verpflanzen.