Felix im Garten

Felix hat jetzt einen Schrebergarten. Hier berichtet er, was ihm dort passiert.


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Die Himbeeren sind da

Nun sind die Himbeeren bei mir im Garten „eingezogen“. Es sind sieben Pflanzen, sieben verschiedene Sorten. Vier Sommerhimbeeren und drei Herbsthimbeeren. Ich wollte einfach die Vielfalt ausprobieren. Und ein weiterer Aspekt der vielen Sorten: Ich erwarte Himbeeren ernten zu können von Mitte Juni bis in den September, bei frostfreiem Wetter sogar noch länger. Das ist doch eine famose Aussicht!

Die Sorten in der erwarteten Erntereihenfolge:

  • Meeker
  • Williamette
  • Sanibelle
  • Tulameen
  • Autumn First
  • Autumn Belle
  • Autumn Best

Für die Pflanzung habe ich einen Graben ausgehoben. Dort standen vorher Stauden, die mussten ohnehin raus, deshalb habe ich dann gleich einen Graben ausgehoben. Die Sohle des Grabens habe ich zusätzlich mit der Grabegabel gelockert. Der Boden wurde mit Kompost verbessert. Dann kamen die Himbeeren hinein, dabei den Wurzelballen ordentlich aufreißen. Die Wurzeln sollen sich schön ausbreiten, denn von dort kommen ja auch die neuen Ruten, die in den nächsten Jahren Früchte tragen.
Zwischen den Sommer- und den Herbshimbeeren ist eine größere Lücke, denn die muss ich auseinanderhalten können, auch wenn die Himbeeren sich noch etwas ausbreiten werden. Das ist wichtig, weil die Sorten unterschiedlich geschnitten werden. Allgemein wird empfohlen, Sommer- und Herbsthimbeeren nicht zusammen zu pflanzen, aber den Platz für eine getrennte Pflanzung hatte ich eben nicht. Ich denke, mit der Lücke wird es auch gehen.
Zum Abschluss wurden alle Pflanzen auf ca. zehn cm über dem Boden gekürzt. Dadurch wachsen sie besser an, schon bald werden sie das durch gesundes Wachstum ausgeglichen haben. Angießen, fertig.

Von den Herbsthimbeeren kann ich in diesem Jahr schon ernten, auf die Sommerhimbeeeren muss ich bs zum Sommer des nächsten Jahres warten. Dann beginnt das ganz große Himbeer-Naschen.

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In Mini-Schritten Richtung Frühling

Wenn die Sonne scheint, so wärmt sie das Gemüt des Gärtners. Wenn sie denn scheint. Auf zwei schöne Tage folgen drei trübe Tage. So gelingt es der Sonne auch noch nicht besonders gut, Luft und Boden zu erwärmen. Fast jede Nacht gab es bislang Bodenfrost. Der Frühling geriert sich härter als der Winter.

So geht es auch nur mit Tippelschritten in Richtung Frühling. Alles braucht noch eine Weile, ist langsam. Und doch, auch mit Mini-Schritten geht es unaufhaltsam in die richtige Richtung.

Im Frühbeet lassen sich mittlerweile die ersten Blättchen sehen. Spinat, Salat und Radieschen schauen mittlerweile zaghaift aus der Erde. Auf den freien Beeten ist noch nichts gekeimt.
Erste Erfolge gibt es auch bei den Kaltkeimern. Bartfaden und Alpen-Astern haben anscheinend genug Kälte abbekommen (und nun auch genug Wärme) und strecken die ersten Blätter über die Erde. Alle anderen Kaltkeimer lassen noch auf sich warten.

Das Wasser im Garten ist schon angeschlossen. Es scheint diesmal, anders als im letzten Jahr, beim ersten anlauf geklappt zu haben. Ich brauche es noch nicht unbedingt, denn es ist wenig zu gießen und Regenwasser ist noch da. Aber den teich habe ich mal wieder komplett aufgefüllt. Ist doch erstaunlich, was da an Wasser verdunstet, selbst wenn es nicht „warm“ in unserem Sinne ist.

Die Krokusse sind schon hinüber, Narzissen und Hyazinthen stehen in voller Pracht. Die Tulpen bereiten sich derweil noch auf ihren großen Moment vor. Immerhin, in jeder Ecke des Gartens gibt es jetzt schon ein bisschen Farbe. Auch die Taubnesseln blühen in apartem Rosa, die Mirabelle kleidet sich in zartes Weiß, die Forsythien wenig zurückhaltend in schreiendes Gelb.

Es geht voran, wenn auch in Mini-Schritten…

 


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Web-Tipp: Gartenkalender

Stöbert ihr auch so gern in Gartenkalendern? In Gartenbüchern ist das immer das erste, was ich aufschlage. Es ist doch immer eine Inspiration dabei. Ein Gemüse, das man vielleicht auch mal versuchsweise anbauen möchte, eine Technik, die man noch nicht kannte, eine Design-Idee, die genau in den eigenen Garten passt.

Einen sehr ausführlichen Gartenkalender habe ich online beim Verlag W. Wächter gefunden. Der verweist da natürlich auch auf seine Produkte, aber das ist ja legitim. Der Gartenkalender ist aber frei abrufbar und meiner Meinung nach sehr ergiebig.

Gartenkalender

Viel Spaß beim Stöbern!


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Age of the Farmer

Unsere Zeit ist gesprägt davon, dass die große Mehrheit hierzulande und in der ‚westlichen‘ Welt in Städten lebt und ihr Essen aus dem Supermarkt bezieht. Nie hatten so wenige Menschen mit der Gewinnung von Nahrungsmitteln zu tun. Seltsam eigentlich, denn schauen wir mal in unsere Familien zurück, so lebten unsere Großeltern wohl bei den meisten auf dem Land.
Doch es gibt auch gegensätzliche Bewegungen, sei es der Boom von Magazinen wie LandIdee, seien es Garten-Blogs (ja!), seien es Workshops für Einkochen und Konservieren, die auch ihre Teilnehmer finden. Und es gibt junge Menschen, die wieder zurück aufs Land gehen, um dort Nahrungsmittel anzubauen.

Mir ist gerade ein sehr schön fotografierter Kurzfilm untergekommen, der sich eben diesen jungen Farmern (in den USA und Kanada) widmet. Seht selbst.