Felix im Garten

Felix hat jetzt einen Schrebergarten. Hier berichtet er, was ihm dort passiert.


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Wordless Wednesday: Erinnerungen an einen Sommer, der so recht keiner war

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Mannheim-Neckarstadt, 2016

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Pflanzen vermehren mit Stecklingen

Stecklinge sind eine ganz wunderbare Möglichkeit, Pflanzen zu vermehren. Die Technik ist ganz einfach, und wenn es klappt, hat man einen Klon der Mutterpflanze, der auch die entsprechenden Eigenschaften trägt. So kann man sich z.B. in Bezug auf Blütenfarbe, Wuchshöhe und Winterhärte sicher sein, was man bekommt.
Je nach Pflanzenart unterscheidet sich der Teil, der am leichtesten bewurzelt und der optimale Zeitpunkt. Wie ich bereits über die Minze berichtet habe, reicht bei ihr irgendein Stengel und ein Wasserglas, um sie zur Wurzelbildung zu bringen.
Für verholzende Pflanzen lautet die Faustregel, dass ein Triebsteckling gut Wurzeln treibt, wenn er nicht mehr ganz grün und weich, aber auch noch nicht ganz holzig ist. Jetzt ist also gar kein schlechter Zeitpunkt.
Ich wollte bzw. will in meinen Garten gern einen Sommerflieder pflanzen. Als ich neulich ein dunkellila blühendes Exemplar gesehen habe, war die Wahl getroffen. Der sollte es sein. Also habe ich mir zwei Äste von besagtem Strauch besorgt und daraus Stecklinge gemacht.

Ganz links seht ihr die Äste, wie ich sie bekommen habe. Alle Blüten müssen weg, die kosten zu viel Kraft. Außerdem müssen die unteren Blätter ab, die würden unter der Erde stecken und faulen. Ich habe alles sorgfältig abgeschnitten, nicht gerissen, um die schlafenden Knospen am Grund der Blattstiele nicht zu verletzen. Aus denen sollen die neuen Wurzeln austreiben. In der Mitte seht ihr das Ergebnis.
Dann werden die Stecklinge einfach in Erde gesteckt. Es ist Gartenerde mit Sand gemischt, damit sie locker und eher nährstoffarm ist. Der Steckling bildet dann mehr Wurzeln auf der Suche nach Nährstoffen.
Die Stecklinge sollen hell stehen, aber nicht in der Sonne. Dort würden sie vertrocknen. Ich habe eine Plastiktüte über sie gezogen, das erhöht die Luftfeuchtigkeit und damit die Chancen, dass der Steckling nicht vertrocknet, bevor er durch die neuen Wurzeln in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.
Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Treibt der Steckling neue Blätter, ist es gelungen.


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Sommerzeit ist Erntezeit

Ein Teil der Kartoffelernte

Ein Teil der Kartoffelernte

Vieles gedeiht und reift im sommerlichen Garten, es ist eine wahre Freude. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich praktisch bei jedem Besuch im Garten etwas ernte, das meinen Speiseplan bereichert. Hier mal ein kleines Update:

  • Die Zucchini geben etwa zwei mal pro Woche eine Portion her. Übersieht man eine, wird sie in zwei Tagen so groß, dass wir Probleme haben sie mit einer Mahlzeit zu verspeisen. Verrückt. Also immer konzentriert schauen und pflücken.
  • Leider ist nur eine Gurkenpflanze übrig geblieben. Diese trägt aber reichlich Früchte. Es sind auch schon wieder viele kleine Fruchtansätze zu erkennen. Die Pausen zwischen den Gurken sind halt recht lang – nächstes Jahr werde ich noch großzügiger kalkulieren bei der Anzucht, damit auch sicher drei Pflanzen im Sommer Früchte liefern. Ich denke, das wäre dann eine gute Menge.
  • Beim Salat gibt es eine kleine Versorgungslücke. Die letzte Hitzewelle hat ihm zugesetzt. Der nächste Salat wächst schon, braucht aber bis zur Erntereife noch ein oder zwei Wochen. Radicchio als erster Endiviensalat ist auch bereits ausgesät.
  • In der Zwischenzeit essen wir Salat aus Mangoldblättern, Blättern der Roten Bete, geriebener Roter Bete, Kohlrabi, was uns eben in die Hände fällt.
  • Die Zwiebeln aus den Steckzwiebeln sind schon geerntet. Ich habe einen Zwiebelzopf daraus geflochten, damit sie trocknen können.
  • Größte Ernteaktion der letzten Wochen: die Kartoffeln. Ich habe sehr schöne Kartoffeln geerntet, sehr festkochend, hellgelb, mit dünner Schale. Die Sorte heißt Valetta, wenn ich mich richtig erinnere. Leider sind viele Kartoffeln sehr klein. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich die Kartoffeln nicht zu üppig gegossen habe. Ich dachte mir immer, die dürften wohl nicht so viel verbrauchen wie Salat u.ä. Tun sie aber anscheinend doch. Nächstes jahr wird also mehr gegossen. Trotzdem bin ich mit der Kartoffelernte insgesamt zufrieden.
    Kartoffelernte ist übrigens gar nicht so einfach, wie sich das anhört. Die Kartoffeln wachsen ja unter der Erde, also muss man sie ausgraben. Das habe ich mit einer Grabegabel getan, durch die Zinken fällt die Erde wieder zurück und es ist nicht so schwer. So weit, so gut. Bis dann der Holzgriff abbrach. War wohl doch zu schwer. Nächster Versuch mit einer kleineren Grabegabel, aber der Stiel aus Metall. Da könnte wohl nichts schiefgehen. Dachte ich, bis der Stiel sich bei jedem Versuch mehr durchbog. So hat man sein Leid mit dem übernommenen Werkzeug und Gerät… Am Ende habe ich mit der Schaufel geerntet. Die hat durchgehalten, aber das war durchaus schwere körperliche Arbeit. Umso mehr müssen wir die Kartoffeln genießen!
  • Kräuter pflücke ich immer wieder nach Bedarf: Petersielie, Bohnenkraut, Rosmarin. Der Schnittlauch braucht noch einen zweiten Versuch.


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I am following a tree: Quince in June 2015

I am following a quince tree in my garden in Mannheim/Germany.

I am following a tree

Es ist Zeit für ein neues Update. Meine Quitte wird wieder Teil der Reihe „I am following a tree“, organisiert von Lucy auf Loose and Leafy.

Der letzte Monat ist nicht geprägt von goßen Veränderungen. Der Baum hatte ja schon seine Blätter und die kleinen Fruchtansätze. Also wächst er jetzt einfach langsam und eher unscheinbar. Dort noch ein paar Blätter, hier noch,… derweil werden die kleinen Quitten immer dicker. Einige sind schon jetzt so groß wie eine Kinderfaust. Andere hat der Baum selbst aussortiert. Einige Quitten schmeißt der Baum jetzt ab, wohl jene, die zu viel sind oder nicht ordentlich befruchtet. Ich bin sicher, dass ich trotzdem mehr als genug werde ernten können.

Da keine zu starke Veränderung an der Quitte sichtbar ist, wollte ich euch ein paar Details zeigen, die auf das Alter des Baumes hinweisen: Im Baum gibt es eine ganze Menge abgestorbener Äste, an denen kein Blatt und keine Frucht mehr wächst. Außerdem gibt es viel herunterhängende Äste – ganze Kaskaden. Das liegt am nicht ganz optimalen Schnitt durch den Vorbesitzer. Der Baum treibt dann immer weiter außen neues Holz, das sich nter dem Gewicht der Früchte nach unten biegt. Im nächsten Jahr treibt daraus das neue Holz, das sich unter dem Gewicht der Früchte nach unten beugt… So entstehen diese Kaskaden.

Ein behutsamer Schnitt im Winter wird das korrigieren.

It is about time for another update. Here is my quince tree, part of Lucy’s blog meme „I am following a tree“.

The last month has not seen great changes in my quince tree. The major changes were through – leaves and fruit already set. So these are just growing slowly, rather unnoticed. Some new leaves here and there… But watching closely, the growth can be seen. The first fruits are already as big as a child’s fist. Some other mini quince fruits did not make it – the tree dropped them. There were probably too many of them or those dropped were not properly pollinated. There will be enough left to harvest, I am sure.

I would like to draw your attention to some details of the tree. It is rather old, and has not always been cared for in the very best way. So we can see quite a lot of dead twigs, where no leaf or fruit is ever growing. Furthermore, there are branches hanging down in cascades. If not pruned, the tree grows new branches at the end of its branches, those then bend down with the weight of the fruit. Next year, new branches grow from these already hanging branches, they will bend with the weight of the fruit as well… and so on. I will have to correct that with a winter pruning.

Die Beiträge von anderen Bloggern, die ihre Bäume jeden Monat portraitieren, findet ihr hier: I am following a tree – June 2015.